Kategorie: Museum

Jazz, Kunst und Theater/ QQTec im 2.Halbjahr 2017

QQTec präsentiert zum 2. Halbjahr wie gewohnt ein hochwertiges Kultur Programm. Alle 3 Disziplinen sind prominent vertreten. Zunächst der Jazz:

Am 17.9. beginnt das Jens Düppe Quartett. Der Kölner Schlagzeuger und Komponist präsentiert seine neue CD „Dancing Beauty“ bei QQTec, eine Woche vor dem offiziellen Start. Musik bedeutet Freiheit. So verwundert es nicht, dass sich Düppe nun von neun Zitaten des Musik-Philosophen John Cage zu einem ganzen Album hat inspirieren lassen.

Im Programm von QQJazz geht es am 15.10. weiter mit dem Berliner Trompeter Christoph Titz & Band. Er ist stilistisch schwer einzuordnen. Alles was Christoph Titz hört, Einflüsse aus aller Welt, fließen in seine Musik. Ein spannender Bogen zwischen Rock, Soul und Smooth. Musik die unter die Haut geht.

Am 12.11. kommt das Wood & Steel Trio. Ein lupenreiner Trio-Jazz. Allerdings in ganz eigener und sofort vollkommen unverwechselbarer Klanglichkeit. Kein Schlagzeug, kein Klavier – statt dessen Dobro (Metall Gitarre) und Marimba beziehungsweise Vibrafon. Nur der Bass, unverzichtbar für Bauch und Füße nahezu aller Musik, hält auch im Wood & Steel Trio den Laden zusammen.

Den Abschluss des Jahres gestaltet – wie in früheren Jahren – eine Formation des Schlagzeugers Peter Baumgärtner. Sein neuestes und ganz spezielles Highlight: Accordion Affairs am 17.12. Trio oder Quartett? Beides trifft zu. Der besondere, eigene Sound entsteht durch das simultane Spiel von Akkordeon und Piano durch den blinden Jörg Siebenhaar, was die Möglichkeiten von Arrangement und Improvisation erheblich erweitert – Akkordeon und Piano werden eins! Ein ganz besonderes emotionales und musikalisches Erlebnis.

Alle Konzerte sind sonntags um 16 Uhr. Tickets für 20/18 € unter www.neanderticket.de und an der Tageskasse.

Doch nun zur Galerie QQArt. Die erste Ausstellung findet vom 6.10. (Vernissage) bis 22.10. statt. Hier präsentiert Hanna Brückelmann aus Brüggen die Ausstellung „Keramik in Feuer und Rauch“. Auf Einladung der hauseigenen Arbeitsgruppe „Experimentelle Keramik / RAKU“ zeigt sie Skulpturen, bronzezeitliche Repliken und Rauchbrandgefäße.

Die nächste Ausstellung vom 5. bis 19.11. steht unter dem Thema „Maschinenwelt“. Hier zeigen 5 Künstler aus Baden-Württemberg ihre Interpretationen des Themas. Das Thema Technik wird in der Kunst, der gegenwärtigen sowie auch der vergangener Epochen, nur am Rande behandelt. Dabei ist es besonders interessant, eine Ausstellung zum Thema „Maschinenwelt“ zusammenzustellen, eine Ausstellung, in der Technik in jeder eigenen Ausformung Symbolfunktion besitzt.

Den Jahresabschluss bildet die traditionelle Biennale mit den besten Arbeiten der QQTec Kunstschule vom 8. bis 17.12. Neu in diesem Jahr ist die Einladung an die Mitglieder des Vereins ebenfalls an der Ausstellung teilzunehmen.

Und was fehlt noch im Programm? Richtig, das Theater. Dies steht unmittelbar bevor. Am 23.9. um 19:30h ist die Premiere des Stücks „Das kunstseidene Mädchen“ von Irmgard Keun. Die Gruppe Traumakel setzt damit die noch kurze Theatertradition bei QQTec fort. Nach Hitchcocks „39 Stufen“ im letzten Jahr fiebern alle dem neuen Stück bereits entgegen. Nach der Premiere finden weitere Aufführungen am 25. und 27.9. statt. Karten zu 10 / 5 € direkt bei traumakel@gmail.com und an der Abendkasse.

Und sonst? Natürlich die Museumsnacht im Kreis Mettmann an der auch das Radio / TV Museum am 29.9. von 18 bis 24 Uhr teilnimmt. Besondere Gäste sind die Macher des Ortsverbands Hilden im DARC (Deutscher Amateur Radio Club), die ihren 70. Geburtstag bei QQTec feiern und mit der ganzen Welt Verbindungen in Bild und Ton herstellen.

neanderland Museumsnacht – 29.9.2017, 18 bis 24 Uhr

Das QQTec Museum präsentiert erneut eine große Auswahl von Geräten aus der Geschichte des Radios und des Schwarz-Weiß-Fernsehens von 1930 bis in die 80er-Jahre. Von den ersten industriell gefertigten Radios über die Volksempfänger bis zu den Nachkriegsmodellen mit magischem Auge und Elfenbeintasten findet sich alles aus dieser Zeit. Ergänzt durch Musiktruhen und Schwarz-Weiß Fernseher spiegelt sich das Wohnzimmer der 50er und 60er Jahre wieder. Eine Sonderausstellung widmet sich der Designmarke BRAUN, die damals revolutionäre Gestaltung präsentierte.
Eine Original Wurlitzer Musikbox beherbergt Single Schallplatten aus jener Zeit. Filme lassen die Frühzeit der Kinowerbung wieder erstehen.
Als Gäste wird der Ortsverbund Hilden im DARC (Deutscher Amateur Radio Club) seinen 70. Geburtstag bei uns feiern und mit der ganzen Welt in Bild und Ton Verbindungen herstellen.

Theater bei QQTec: Das kunstseidene Mädchen von Irmgard Keun

Nach dem großen Erfolg der Kriminalkomödie „Die 39 Stufen“ spielt „TRAUMAKEL, DAS FURIOSE THEATER“ wieder im QQTec: „Das kunstseidene Mädchen“ von Irmgard Keun

Glitter, Glanz; Leuchtreklame, Theaterluft sind der Laufsteg, der den Aufstieg verlockend anbietet: das ist die Sehnsucht, der Doris, die Stenotypistin aus dem Rheinland folgt. Im Berlin von 1931 will sie den entscheidenden Karrieresprung wagen.
Ein gestohlener Pelzmantel, der Feh, soll ihr wie eine erotische Schutzhülle den Zugang zur bunten Scheinwelt verschaffen und gleichzeitig ihre einfache Herkunft und Bildungsferne kaschieren, indem sie als Star bzw. als ein „Glanz“ die Gesellschaft überstrahle.
Männerbekanntschaften sollen den Weg ebnen, wobei sie deutlich unterscheidet: „Man muss wissen wofür: um Geld oder Liebe „. Doch sie fährt auf einer Achterbahn aus schnellem Glück und enttäuschter Hoffnung und gerät in den Abwärtsstrudel von Arbeitslosigkeit, Kriminalität und Prostitution: Endstation am Bahnhof Zoo.
Doris lebt ihren Widerspruch als Gewinnerin und Verliererin zugleich: sie ist frech, selbstbewusst, hilfsbereit, kalkulierend, nachtragend, naiv und schließt mit dem Satz, dass es auf den Glanz „nämlich vielleicht gar nicht so furchtbar ankäme“. Was aber, wenn es doch darauf ankommt und auf den naserümpfenden Blick dem ungebildeten, kunstseidenen Mädchen gegenüber?

MITWIRKENDE:
Katja Ackermann, Volker Beindorf, Jutta Blumberg, Dorothée Cüppers, Astrid Danyel, Heinz Danyel, Gerhard Ferenschild, Anke Jochmaring, Carsten Köser, Günter Kuschmann, Frederic Olbrich, Joshua Reuther, Luka Ristic, Elisabeth Thiesen, Chris Wagner

23. / 25. / 27. September 2017
Beginn jeweils um 19:30 Uhr (Wir bieten Getränke zur Selbstbedienung an)
Abendkasse ab 18:30 Uhr

Vorverkauf: über Mail: traumakel@gmail.com, Abholung min. ½ Stunde vor Beginn
Sonst nur Abendkasse / Begrenzte Plätze
Eintritt 10 €, Schüler / Studenten 5 €

Flyer zu Veranstaltung

Patrick Süskind: Der Kontrabass – 22.07.2016, 20 Uhr

Er hasst Wagner, unterschlägt gerne mal aus Rache ein paar Noten, findet Dirigenten überflüssig und kämpft mittels Bier gegen den Feuchtigkeitsverlust und den Orchesterfrust. Der Kontrabassist aus der letzten Reihe sinniert und flucht über sich und das Leben mit dem größten aller Streichinstrumente, dem er in Hassliebe verbunden ist. Denn dieses unhandliche und schreckliche Ding ist eigentlich Schuld an seiner größten Misere: der unerwiderten Liebe zu Sängerin Sarah, die er seit Jahren leidenschaftlich verehrt. Heimlich, versteht sich. Wenn sie auf der Bühne ist, spielt er immer besonders fehlerfrei und hingebungsvoll. Was sie natürlich nicht bemerkt. Wenn er sich nur trauen würde, sie anzusprechen… Ja, was wäre, wenn er heute Abend in der bevorstehenden Premiere einfach aufstehen und unmittelbar vor dem Einsatz des Orchesters den Namen „Sarah“ laut in den Saal hineinriefe?

Der Kontrabass von der Theaterfabrik aus Düsseldorf zeichnet kurzweilig und einfühlsam das humoristische Porträt eines Normalbürgers als Künstler mit Tiefsinn, Slapstick und großer Komik. Ein fest gespannter Bogen, der monologisch und entschlossen den Schwingungen des menschlichen Zusammenspiel( en)s nachstreicht.

22.07.2016, 20 Uhr
Zugang barrierefrei
im Rahmen der Neanderland-Biennale 2017
Eintritt: 10 Euro Vorverkauf zzgl. Vorverkaufsgebühr (über Neanderticket), 13 Euro Abendkasse

Neuer Vorstand bei QQTec

In der kürzlich abgehaltenen Mitgliederversammlung des Hildener Kulturvereins QQTec e.V. wurden Weichen für die Zukunft des Vereins gestellt. Nach einem Rückblick auf die vermehrten Aktivitäten in den Bereichen von Kunstschule, Kunstausstellungen, Jazzkonzerten und Theateraufführungen erfolgte die Entlastung des bisherigen Vorstandes. Die Neuwahl bestätigte den neuen Vorstand, der wieder aus 5 Mitgliedern besteht. Im Amt bestätigt wurden die Gründungsmitglieder Rolf Gührer (Thyssen Krupp) , der sich um Events und Organisation kümmert, sowie Dr. Helmut Stein , der bisherige Vorsitzende.

Neu in den Vorstand wurde Ingetraut D. Stein als Leiterin der Kunstschule und ebenfalls Gründungsmitglied gewählt. Weitere Verstärkung erfolgte durch die Wahl von Prof. Volker Hodapp und Günter Kuschmann.

Volker Hodapp – emeritierter Professor für Psychologie an den Universitäten Frankfurt und Düsseldorf- sagt über sich: „Nach meiner Pensionierung konnte ich mich verstärkt meinen Interessen Musik und Malerei widmen. Durch den Besuch der Jazzkonzerte im QQTec lernte ich die Kunstschule kennen und belegte einen Malkurs bei Zoran Velinov.“ Daraufhin war er regelmäßiger Teilnehmer an den Ausstellungen der Kursteilnehmer und gewann hierbei den Publikumspreis  in 2015.

Günter Kuschmann studierte Kunst und Kunstwissenschaft an der Akademie in Düsseldorf. Er arbeitet als Bildender Künstler im Bereich von Zeichnung/ Malerei / Fotografie und führt diese Medien in digital fine art prints zusammen.  Ein weiterer Schwerpunkt liegt bei Theaterprojekten, die er als Ausstatter oder Regisseur begleitet. In kunst- und theaterpädagogischen workshops, sowie Lehrtätigkeiten, gibt er seine Erfahrungen weiter. In 2016 führte er Regie in dem Stück „Die 39 Stufen“ von Alfred Hitchcock, das im September bei QQTec aufgeführt wurde.
Nach der Wahl der neuen Vorstände wählten diese dann Helmut Stein zum Vorsitzenden und Volker Hodapp zu seinem Stellvertreter.

Ansonsten  sollen die Aktivitäten von QQTec mit kleinen Änderungen weitergeführt werden. Die Jazzkonzerte sollen nun sonntags um 16 Uhr (anstatt 15 Uhr) beginnen und in der Biennale der Absolventen der Kunstschule sollen auch Mitglieder teilnehmen können.

Die so erfolgte Verstärkung des Teams wird der Qualität der Veranstaltungen zugute kommen.